Koronare Herzkrankheit

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) beschreibt eine Verengung der Blutgefäße, die den Herzmuskel versorgen. Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut.

Besonders bei Belastung können typische Angina-pectoris-Beschwerden (Brustenge) auftreten – der sprichwörtliche „Druck auf der Brust“.

 

Kommt es zu einer dauerhaften Unterversorgung eines Herzmuskelareals, zum Beispiel durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes, kann ein Herzinfarkt entstehen, also das Absterben von Herzmuskelzellen.

Die Ursachen für KHK sind vielfältig. Viele Risikofaktoren können medikamentös und/oder durch Ernährungs-, Bewegungs- und Lifestyleanpassungen optimiert werden.

 

Eine Engstelle im Herzkranzgefäß kann grundsätzlich auf zwei Arten behandelt werden: chirurgisch, mittels Aortokoronarer Bypassoperation, oder interventionell-kardiologisch, mittels Stent.

Die Entscheidung hängt unter anderem ab von Ihrem Alter, Ihrer körperlichen Fitness, Begleiterkrankungen wie Diabetes, und vor allem von der Koronarmorphologie, also der Lokalisation und Art der Engstelle(n) in Ihrem Herzen.

Welche Option für Sie in Ihrer persönlichen Befundkonstellation die richtige ist, ermitteln wir gerne im ausführlichen persönlichen Gespräch.

 

Sollte die Entscheidung auf eine chirurgische Revaskularisation (Wiederherstellung der Blutversorgung) fallen, besprechen wir gemeinsam alle eventuell noch notwendigen Vorbefunde und weitere Möglichkeiten, Sie optimal auf die Operation vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem ein gezieltes Bewegungskonzept, eventuell Vitaminsubstitution und Proteinloading.

 

Sowohl in der Zeit bis zur Operation als auch danach ist eine optimale Einstellung aller kardiovaskulären Risikofaktoren unbedingt notwendig, um die Lebensdauer der Bypässe zu maximieren. Dazu zählen unter anderem die Optimierung der Blutfettwerte und des Blutzuckerspiegels.

Bitte bringen Sie daher zu Ihrem Termin einen ausführlichen Blutbefund mit, inklusive Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride, LDL, HDL) und HbA1c (Langzeitzucker-Wert).